Klinik für Unfall­chir­urgie und Orthopädie

Herzlich willkommen in der Klinik für Unfall­chir­urgie und Orthopädie

Unsere Klinik für Unfall­chir­urgie und Ortho­pädie steht 24 Stunden täglich für die Versorgung von Verletzten bereit und ist rund um die Uhr erreichbar.

Unserem Team steht das gesamte notfall­me­di­zi­nische Equipment zur Diagnose und Therapie zur Verfügung, wie ein modernes Ultra­schall­gerät, eine moderne Röntgen Anlage, eine moderne Compu­ter­to­mo­grafie und zur weiteren Diagnostik auch ein MRT. Wir bündeln in unserem Haus umfas­sendes Wissen aus unter­schied­lichen Fachge­bieten für die Versorgung von Notfall­pa­ti­en­tinnen und -patienten.

Als zerti­fi­ziertes lokales Trauma­zentrum, einge­bunden im Traumanetzwerk Göttingen - Kassel, sind wir auf die Versorgung mittel­schwer und schwer verletzter Patien­tinnen und Patienten (Polytraumen) vorbe­reitet. Mit der Zulassung zum DAV (statio­näres Durch­gangs­arzt­ver­fahren) der Deutschen Gesetz­lichen Unfall­ver­si­cherung (DGUV) versorgen und betreuen wir zudem ein großes Spektrum berufs­ge­nos­sen­schaftlich versi­cherter Arbeits­un­fälle und deren Folgeschäden.

Neben der Versorgung von Verlet­zungen an den Extre­mi­täten, dem Becken und der Wirbel­säule führen wir geplante Opera­tionen durch. Unsere Schwer­punkte sind gemeinsam mit unserem Koope­ra­ti­ons­partnern ortho­pä­dische Eingriffe: Wir bieten alle gelen­ker­set­zenden Maßnahmen von Hüfte, Knie und Schulter sowie handchir­ur­gische Eingriffe an.

Besonders am Herzen liegt uns, die Mobilität unserer Patienten möglichst komplett zu erhalten bzw. wieder herzu­stellen. Unter­stützt werden wir dabei durch unsere personell und apparativ gut ausge­stattete Abteilung für Physiotherapie.

Auszeichnung

Oberarzt Dr. Dirk Reedwisch ist seit 2023 als Kniechirurg von der Deutschen Kniege­sell­schaft zertifiziert.

Logo zertifizierter Kniechirurg
Gruppenfoto Team Unfallchirurgie und Orthopädie
Gelenkersatz
Fuß-Untersuchung

Leistungs­spektrum

Unsere Unfall­chir­urgie und Ortho­pä­dische Chirurgie im Elisabeth-Krankenhaus Kassel ist zur Versorgung von Arbeits­un­fällen (Durch­gangs­arzt­ver­fahren) durch die Berufs­ge­nos­sen­schaften zugelassen.

Unfall­chir­urgie

Für Notfälle der Unfall-/Gelenk­chir­urgie steht Ihnen unsere moderne und umfang­reich ausge­stattete Notfall­am­bulanz inklusive eines spezi­ellen Eingriffs­raumes zur Verfügung. Natürlich erfolgt die Behandlung nach Facharztstandard.

Zur Stabi­li­sierung von Brüchen (Frakturen) wenden wir modernste operative Verfahren an, die nach Möglichkeit minimal-invasiv durch­ge­führt werden. Hier behandeln wir Patient:innen ab dem 12. Lebensjahr. Die konser­vative Behandlung wird unter­stützt durch moderne immobi­li­sie­rende Kunst­stoff­ver­bände oder Orthesen, begleitet von entspre­chend angepassten physio­the­ra­peu­ti­schen Maßnahmen.

Die notwendige nachsta­tionäre Behandlung unfall­ver­letzter Patient:innen wird vom Krankenhaus in die Wege geleitet: Mithilfe des Sozial­dienstes im Elisabeth-Krankenhaus organi­sieren wir für Sie Anschluss­heil­be­hand­lungen, Rehabi­li­ta­tionen oder auch die häusliche Versorgung.

Wenn jede Sekunde zählt! Unter einem Polytrauma versteht man schwere Verlet­zungen, von denen eine oder die Kombi­nation mehrerer Verlet­zungen lebens­ge­fährlich ist.

Die Versorgung dieser Patient:innen ist eine besondere Heraus­for­derung und erfordert das enge und rasche Zusam­men­wirken verschie­dener Fachdis­zi­plinen, um Leben zu retten. Das Elisabeth-Krankenhaus Kassel ist als lokales Trauma­zentrum zerti­fi­ziert und gehört zum Traumanetzwerk Göttingen Kassel. Die Teilnahme am Traumanetzwerk der Deutschen Gesell­schaft für Unfall­chir­urgie (DGU) schließt regel­mäßige quali­täts­si­chernde Maßnahmen und Fremdeva­luation über vollzogene Behand­lungen mit ein.

Als Klinik der Grund und Regel­ver­sorgung koope­rieren wir eng mit anderen Kranken­häusern, die im Rahmen des Traumanetz­werks mit uns zusam­men­ar­beiten, und haben die Möglichkeit, Patient:innen mit bestimmten Verlet­zungen nach notfall­mä­ßiger Erstver­sorgung zur Weiter­be­handlung zu verlegen.

Im Schockraum stehen unseren Ärzt:innen alle Möglich­keiten zur Verfügung, den Patient:innen zu unter­suchen, zu stabi­li­sieren und lebens­ret­tende Notfall­ein­griffe wie zum Beispiel die Einlage einer Thorax­drainage oder eine künst­liche Beatmung vorzu­nehmen. Die Weiter­be­handlung der Patient:innen geschieht dann in Koope­ration mit den Kolleg:innen der Anästhesie auf unserer hochmo­dernen Intensivstation.

Die primäre Versorgung erfolgt standar­di­siert und priori­tä­ten­ori­en­tiert nach ATLS (Advanced Trauma Life Support). Direkt an die zentrale Notauf­nahme ist die radio­lo­gische Abteilung mit einem modernen CT und MRT  angegliedert. Alle Zeiten und Parameter werden im Trauma­re­gister der Deutschen Gesell­schaft für Unfall­chir­urgie (DGU) erfasst und ausgewertet.

So sind wir umgehend mit quali­fi­ziertem Fachwissen und modernster techni­scher Ausstattung für unsere Patient:innen im Einsatz.

Daneben können Stürze zu bruch­be­dingten Auslo­cke­rungen von Endopro­thesen führen. Dabei bezeichnet der Begriff einer peripro­the­ti­schen Fraktur einen Bruch in einem Knochen, in dem zusätzlich ein künst­liches Gelenk implan­tiert wurde. Aufgrund des zuneh­menden Alterns der Bevöl­kerung ist die Zahl dieser Brüche über die vergan­genen Jahre gestiegen.
Spezia­li­sierte Diagnostik ist wichtig für eine richtige Einschätzung des Bruches und die Festlegung der optimalen Therapie. Manche peripro­the­tische Frakturen verheilen ohne Operation. Bei fest veran­kerten Prothesen und insta­bilen Knochen­brüchen reicht in der Regel die Verplattung des Bruches aus. Der Wechsel einer Endopro­these ist aller­dings erfor­derlich, wenn es aufgrund des Bruches zu einer Auslo­ckerung der Prothese gekommen ist.

Hüftge­lenksnahe Frakturen gehören zu den häufigsten Verlet­zungen im höheren Lebens­alter, können aber auch bei jüngeren Patienten durch Unfälle oder Stürze auftreten. Da diese Brüche oft mit erheb­lichen Schmerzen, Bewegungs­ein­schrän­kungen und Risiken für die Gesamt­ge­sundheit einher­gehen, ist eine zeitnahe, sichere und leitli­ni­en­ge­rechte operative Versorgung entscheidend. Die operative Versorgung geschieht in unserem Haus GBA-konform innerhalb der ersten 24 Stunden.
Unsere unfall­chir­ur­gische Abteilung bietet eine moderne, leitli­ni­en­ge­rechte Versorgung aller Formen von hüftge­lenks­nahen Frakturen.

Welche hüftge­lenks­nahen Frakturen gibt es?

Zu den typischen Verlet­zungen gehören:

  • Schen­kel­hals­frak­turen (Oberschen­kel­hals­bruch)
  • Pertro­chantäre Frakturen
  • Inter­tro­chantäre Frakturen
  • Subtro­chantäre Frakturen

Diese Brüche unter­scheiden sich stark in ihrer Stabi­lität, Heilungs­fä­higkeit und dem geeig­neten Operationsverfahren.

 

Unsere opera­tiven Behandlungsverfahren

1. Osteo­syn­these (Rekon­struktion des Knochens)

Geeignet bei jüngeren Patienten und bestimmten stabilen Frakturen.

Dynamische Hüftschraube (DHS)
  • Nutzung einer Schraube und Seitenplatte
  • besonders geeignet bei stabilen pertro­chan­tären Brüchen
Proximale Femur­nägel (Gamma­nagel)
  • minimal­in­vasive Marknagelung
  • hohe Stabi­lität bei insta­bilen oder mehrtei­ligen Frakturen
  • einsetzbar in kurzer und langer Variante
Schrau­ben­os­teo­syn­these
  • bei bestimmten Schen­kel­hals­frak­turen, v. a. bei jüngeren Patienten
2. Endopro­the­tische Versorgung (künst­liches Hüftgelenk)

Bei älteren Menschen oder bei kompli­zierten Schen­kel­hals­frak­turen zum Erhalt der Mobilität und zur Reduktion von Komplikationen.

Hemien­do­pro­these (Duokopf­pro­these)
  • Ersatz des Oberschenkelkopfes
  • zemen­tiert und unzemen­tiert einsetzbar
  • sinnvoll bei Patien­tinnen und Patienten mit gut erhal­tener Hüftpfanne
Total­en­do­pro­these (TEP)
  • Ersatz von Kopf und Pfanne
  • als und zemen­tierte und Hybrid­pro­these einsetzbar
  • besonders geeignet bei vorbe­stehender Arthrose oder komplexen Frakturen sowie bei jüngeren Patienten
Vorteile:
  • hohe Stabi­lität
  • frühe Mobili­sierung
  • gerin­geres Risiko für Nachblu­tungen oder Durch­blu­tungs­stö­rungen des Hüftkopfes

Narkose und Operationstechnik

Unsere Eingriffe erfolgen schonend und leitli­ni­en­ge­recht, meist in:

  • Regio­nal­an­äs­thesie (Spinal- oder Peridu­ral­an­äs­thesie) oder
  • Allge­mein­an­äs­thesie, je nach indivi­du­eller Situation.

Moderne Implantate und minimal­in­vasive Techniken ermög­lichen kurze Opera­ti­ons­zeiten und eine geringe Komplikationsrate.

Nachbe­handlung & Rehabilitation

Eine frühe Mobili­sation ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
Daher erfolgt postoperativ:

  • Mobili­sation bereits am 1. Tag nach der Operation
  • Schmerz­the­rapie nach aktuellem Standard (WHO)
  • Physio­the­rapie zur Wieder­erlangung von Kraft und Beweglichkeit
  • geria­trische Mitbe­treuung bei älteren Patien­tinnen und Patienten
  • Planung der Anschluss­heil­be­handlung (Reha)

Unser Ziel ist es, die Selbst­stän­digkeit und Mobilität unserer Patien­tinnen und Patienten schnellst­möglich wiederherzustellen.

Unser Anspruch

Wir bieten eine moderne, sichere und patien­ten­zen­trierte Versorgung von Schen­kel­hals­brüchen – rund um die Uhr und in enger Zusam­men­arbeit mit unseren Kolle­ginnen und Kollegen aus Anästhesie, Geriatrie, Physio­the­rapie und Pflege.

 

 

Brüche des Oberarm­kopfes – sogenannte proximale Humerus­frak­turen – gehören zu den häufigsten Frakturen des Schul­ter­gürtels. Sie treten besonders bei Stürzen im höheren Lebens­alter oder bei Sport- und Verkehrs­un­fällen auf. Diese Verlet­zungen können zu erheb­lichen Schmerzen, Bewegungs­ein­schrän­kungen und Funkti­ons­verlust der Schulter führen.
Unsere unfall­chir­ur­gische Abteilung bietet eine moderne, leitli­ni­en­ge­rechte und patien­ten­ori­en­tierte konser­vative und operative Versorgung aller Formen von Oberarmkopfbrüchen.

Was ist ein Oberarmkopfbruch?

Der Oberarmkopf bildet zusammen mit der Schul­ter­pfanne das Schul­ter­gelenk. Brüche in diesem Bereich können unter­schied­liche Struk­turen betreffen:

  • Oberarmkopf (Humeruskopf)
  • Anato­mi­scher und chirur­gi­scher Hals
  • Tuber­culum majus und minus (großer und kleiner Rollhügel als Sehnen­an­satz­punkte der Rotatorenmanschette)
  • Gelenk­be­tei­ligung mit Stufenbildung
  • Mehrfrag­mentäre oder verschobene Frakturen

Entscheidend für die Therapie ist die Anzahl der Fragmente, der Grad der Verschiebung sowie die Betei­ligung der Rotato­ren­man­schette (Schul­ter­mus­ku­latur).

Diagnostik

Eine präzise Diagnostik ist die Grundlage für eine optimale Thera­pie­planung. Dafür nutzen wir:

  • Digitales Röntgen der Schulter
  • Compu­ter­to­mo­graphie (CT) zur detail­lierten Frakturanalyse
  • Ultra­schall oder MRT bei Verdacht auf Sehnenverletzungen

Behand­lungs­op­tionen

Nicht jeder Oberarm­kopf­bruch muss operiert werden.
Die Entscheidung richtet sich nach Stabi­lität, Verschiebung, Begleit­ver­let­zungen, Knochen­qua­lität, der Sympto­matik und dem Lebens­alter der Patient:innen.

Operative Behand­lungs­ver­fahren

1. Platten­os­teo­syn­these (winkel­stabile Platte)

Bei verscho­benen oder insta­bilen Brüchen erfolgt häufig eine Fixierung mit modernen winkel­sta­bilen Platten.
Vorteile:

  • hohe Stabi­lität
  • gute Rekon­struktion der Anatomie
  • frühzeitige Bewegungs­übungen möglich
2. Markna­ge­los­teo­syn­these

Bei bestimmten Fraktur­formen, insbe­sondere schaft­nahen Brüchen, wird ein intra­me­dul­lärer Nagel eingesetzt.
Vorteile:

  • minimal­in­vasive Zugangstechnik
  • hohe Belast­barkeit
3. Schrau­ben­os­teo­syn­these

Einzelne Fragmente wie das Tuber­culum majus können isoliert mit Schrauben, Zuggur­tungen oder kleinen Platten fixiert werden.

4. Schul­ter­pro­these (Hemi- oder inverse Prothese)

Bei schweren, nicht rekon­stru­ier­baren oder mehrfrag­men­tären Brüchen – insbe­sondere bei älteren Patient:innen oder schlechter Knochen­qua­lität – empfehlen wir einen Gelenkersatz:

  • Hemipro­these (Oberarm­kopf­pro­these)
  • Inverse Schul­ter­pro­these (günstig bei gleich­zeitig geschä­digter Rotato­ren­man­schette und/oder höherem Lebensalter)

Vorteile:

  • rasche Schmerz­re­duktion
  • gute Wieder­her­stellung der Funktion, besonders bei komplexen Frakturen

Narkose und Operationstechnik

Die Eingriffe werden in der Regel unter Allge­mein­narkose oder Regio­nal­an­äs­thesie durchgeführt.
Moderne, schonende Opera­ti­ons­tech­niken und weich­teil­scho­nende Zugänge reduzieren Kompli­ka­ti­ons­ri­siken und verkürzen die Heilungszeit.

Nachbe­handlung und Rehabilitation

Eine struk­tu­rierte Nachbe­handlung ist entscheidend für eine gute Schulterfunktion:

  • Ruhig­stellung in einer Armschlinge für kurze Zeit
  • Frühfunk­tio­nelle Physio­the­rapie unter Anleitung
  • graduelle Steigerung der Belastung
  • später Muskel­aufbau zur Stabi­li­sierung des Schultergürtels
  • Regel­mäßige Röntgenkontrollen

Ziel ist die bestmög­liche schmerz­freie Wieder­her­stellung von Funktion, Kraft und Alltags­taug­lichkeit.

Mögliche Kompli­ka­tionen

Trotz moderner Behandlung bestehen Risiken wie:

  • Schul­ter­steife
  • Heilungs­ver­zö­ge­rungen (Pseud­arthrose)
  • Fehlstel­lungen
  • Schmerzen oder Funktionsverlust
  • Arthrose des Schultergelenks

Durch präzise operative Technik und konti­nu­ier­liche Nachsorge minimieren wir diese Risiken.

Unser Anspruch

Wir bieten eine erfahrene, indivi­duelle und inter­dis­zi­plinäre Versorgung von Oberarm­kopf­brüchen – basierend auf modernen Implan­taten, schonenden Opera­ti­ons­tech­niken und abgestimmten Rehabilitationskonzepten.
Unser Ziel ist die langfristige Wieder­her­stellung von Stabi­lität, Bewegung und Schmerz­freiheit der Schulter.

 

Der Ellen­bogen ist ein hochkom­plexes Gelenk, das aus drei Teilge­lenken besteht und für die Beweg­lichkeit und Funktion des gesamten Arms entscheidend ist. Verlet­zungen oder Insta­bi­li­täten können zu Schmerzen, Bewegungs­ein­schrän­kungen und erheb­lichen Funkti­ons­ver­lusten führen.
Unsere unfall­chir­ur­gische Abteilung bietet moderne, leitli­ni­en­ge­rechte Diagnostik und konser­vative sowie operative Versorgung sämtlicher Ellen­bo­gen­ver­let­zungen – von einfachen Brüchen bis zu komplexen Bandinstabilitäten.

Welche Verlet­zungen treten am Ellen­bogen auf?

Typische Ellen­bo­gen­ver­let­zungen sind:

  • Brüche (Frakturen) von Speiche (Radiuskopf), Elle (Ulna), distalem Humerus oder Olecranon (Ellen­haken)
  • Luxationen (Ausren­kungen) des Ellenbogens
  • Kombi­na­ti­ons­ver­let­zungen wie die „terrible triad“ (Luxation + Radius­kopf­f­raktur + Bandverletzung)
  • Bandver­let­zungen (Innen- und Außenband-Apparat)
  • Sehnen­ver­let­zungen (z.B. Trizeps­seh­nen­abriss, Abriss der langen Bizepssehne)
  • Knorpel- und Weichteilschäden

Weitere Krank­heits­bilder, die zu einer Insta­bi­lität führen können:

  • chronische Bandin­suf­fi­zi­enzen
  • Fehlstel­lungen nach älteren Verletzungen
  • arthro­se­be­dingte Veränderungen
  • Folgen von wieder­holten Luxationen

Diagnostik

Eine präzise Diagnostik ist entscheidend, um die Stabi­lität des Ellen­bogens korrekt zu beurteilen. Wir nutzen:

  • digitale Röntgen­auf­nahmen in mehreren Ebenen
  • Sonografie
  • Compu­ter­to­mo­graphie (CT) zur Analyse komplexer Frakturen
  • Magnet­re­so­nanz­to­mo­graphie (MRT) zur Darstellung von Bändern und Knorpel
  • klinische Stabi­li­täts­tests

Operative Behand­lungs­ver­fahren

1. Versorgung von Frakturen

Je nach Art und Verlauf des Bruchs kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:

  • Anato­mische Platten- und Schrau­ben­os­teo­syn­thesen (bei distalen Humerus-, Olekranon- oder Radiuskopffrakturen)
  • Radius­kop­fersatz (Prothese) bei nicht rekon­stru­ier­baren Frakturen
  • Drähte oder Zuggur­tungen bei bestimmten Verletzungen

Ziel ist stets die anato­mische Wieder­her­stellung des Gelenks und die frühzeitige Beweg­lichkeit, um Verstei­fungen zu vermeiden.

2. Stabi­li­sierung nach Luxationen

Nach Ausren­kungen des Ellen­bogens erfolgt eine operative Versorgung, wenn:

  • für die Stabi­lität entschei­dende Bänder gerissen sind
  • Knochen­frag­mente beteiligt sind
  • der Ellen­bogen nach Reposition instabil bleibt

Behand­lungs­op­tionen:

  • Bandre­kon­struk­tionen (Titan­anker) oder Bandnaht
  • Rekon­struktion knöcherner Gelenkanteile
  • temporäre Gelenk­sta­bi­li­sierung mittels Spezi­al­im­plan­taten (z.B. Scharnierfixateur)
3. Operative Therapie bei chroni­scher Instabilität

Wenn der Ellen­bogen wiederholt “wegknickt” oder instabil bleibt, kommen rekon­struktive Eingriffe infrage:

  • Rekon­struktion des Seiten­band­ap­pa­rates mit Titanankersystemen
  • Ersatz geschä­digter Bänder mit Sehnentransplantaten
  • Korrek­tur­ope­ra­tionen bei Fehlstellungen
  • Arthro­sko­pische Eingriffe bei Knorpel­schäden oder freien Gelenkkörpern

Nachbe­handlung und Rehabilitation

Eine struk­tu­rierte Nachbe­handlung ist für den Erfolg entscheidend — der Ellen­bogen neigt schnell zur Ausbildung von Bewegungseinschränkungen.

  • Frühfunk­tio­nelle Mobili­sation (meist bereits 1 bis 2 Tage nach OP)
  • Anleitung durch spezia­li­sierte Physio- und Ergothe­ra­peuten (z.B. Overhead Protokoll)
  • Nutzung spezi­eller Bewegungs­schienen (z.B. Orthesen)
  • regel­mäßige Nachkon­trollen zur Überwa­chung der Stabilität
  • später gezielter Muskel­aufbau zur Stabi­li­sierung des Gelenks

Ziel ist die Wieder­her­stellung von Beweg­lichkeit, Stabi­lität und Kraft.

Mögliche Kompli­ka­tionen

Trotz sorgfäl­tiger Behandlung können auftreten:

  • Gelenk­steife
  • Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen
  • Neuro­lo­gische Irrita­tionen (z.B. Ulnarisnerv)
  • Insta­bi­lität
  • Arthro­se­ent­wicklung

Durch moderne Opera­ti­ons­me­thoden und engma­schige Nachsorge reduzieren wir diese Risiken bestmöglich.

Unser Anspruch

Wir bieten eine spezia­li­sierte, inter­dis­zi­plinäre und patien­ten­ori­en­tierte Versorgung von Ellen­bo­gen­ver­let­zungen und -insta­bi­li­täten.
Mit modernen Opera­ti­ons­tech­niken, fundierter Diagnostik und inten­siver Nachbe­handlung stellen wir die bestmög­liche Funktion, Stabi­lität und Lebens­qua­lität wieder her.

 

Ortho­pä­dische Chirurgie

Bundes­weite Kompetenz finden Sie bei uns im Bereich der Hüft-, Knie- und Schul­ter­pro­thetik in Zusam­men­arbeit mit unseren Koope­ra­ti­ons­partnern. Wir finden gemeinsam mit Ihnen eine Lösung, wenn alters­gemäße Abnutzung, Fehlbe­lastung oder Verformung der Extre­mität, Verlet­zungen oder Entzün­dungen Ihnen Beschwerden bereiten, um sie zu lindern und die Funktion und Beweg­lichkeit des Gelenks wieder herzustellen.

Die mensch­liche Hand ist äußerst komplex aufgebaut und erfüllt insbe­sondere in ihrer Funktion als Greif­organ eine Vielzahl von Aufgaben. Verlet­zungen oder Erkran­kungen der Hand können daher die Lebens­qua­lität stark beein­träch­tigen. Im Elisabeth-Krankenhaus Kassel bieten wir ein umfas­sendes Spektrum moderner handchir­ur­gi­scher Diagnostik und Therapie – wir behandeln akute Verlet­zungen der Hand ebenso wie chronische Veränderungen.

 

Unser Leistungs­spektrum

Akute Verlet­zungen

  • Knochen­brüche der Hand und Finger
  • Luxationen und Bandverletzungen
  • Sehnen­risse (Beuge- und Strecksehnen)
  • Schnitt­ver­let­zungen und Weichteilschäden
  • Infek­tionen und Abszesse der Hand

Operative Eingriffe

  • Rekon­struktion von Beuge- und Strecksehnen
  • Osteo­syn­thesen (Platten, Schrauben, Drähte)
  • Versorgung komplexer Handgelenksverletzungen
  • Gelenknahe Eingriffe, z.B. bei Arthrosen oder Instabilitäten

Behandlung von Handerkrankungen

Neben unfall­be­dingten Verlet­zungen versorgen wir auch degene­rative und funktio­nelle Erkran­kungen der Hand:

  • Karpal­tun­nel­syndrom
  • Dupuytren-Kontraktur
  • Trigger­finger (Schnapp­finger)
  • Ganglien (Überbeine)

Moderne Diagnostik und Therapie

Wir nutzen moderne bildge­bende Verfahren wie digitales Röntgen, Ultra­schall und MRT, um eine präzise Diagnose zu stellen.
Die operative Versorgung erfolgt unter Einsatz aktueller mikro­chir­ur­gi­scher Techniken sowie schonender Narkose- und Regionalanästhesieverfahren.

Nachbe­handlung und Rehabilitation

Ein entschei­dender Teil der Therapie ist die gezielte handthe­ra­peu­tische Nachbe­handlung.
In enger Zusam­men­arbeit mit unseren spezia­li­sierten Physio­the­ra­peuten und Physio­the­ra­peu­tinnen stellen wir sicher, dass Beweg­lichkeit, Kraft und Feinmo­torik optimal wieder­her­ge­stellt werden.

Durch die wachsende Zahl alter Menschen steigt auch der Bevöl­ke­rungs­anteil mit chroni­schen Rücken­schmerzen, die quälend sind und die Lebens­qua­lität erheblich einschränken. Meist sind konser­vative Verfahren wie eine Anpassung der Schmerz­me­di­kation, unter­stüt­zende Physio­the­rapie und eine Korsett­be­handlung als konser­vative Maßnahmen ausrei­chend. Wir bieten in beson­deren Fällen jedoch auch die Möglichkeit der Wirbel­kör­per­ver­steifung mittels Kypho­plastie an, um insbe­sondere bei osteo­po­ro­ti­schen Frakturen eine zügige Mobili­sation und Schmerz­freiheit zu erreichen. Je nach Erkrankung behandeln wir ambulant oder stationär.

Die Arthro­skopie („Gelenk­spie­gelung“) ist ein modernes, minimal­in­va­sives Verfahren, das in der Unfall­chir­urgie zur Behandlung zahlreicher Gelenk­er­kran­kungen und -verlet­zungen einge­setzt wird. Durch kleinste Hautschnitte können wir das betroffene Gelenk schonend unter­suchen und gleich­zeitig thera­peu­tisch behandeln. Dies erlaubt Opera­tionen am Knorpel, an den Menisken oder an den Bändern. Die Eingriffe werden meist ambulant durchgeführt.

Die Behandlung nach der Operation erfolgt in Absprache mit den Ärzten durch die breit aufge­stellte physio­the­ra­peu­tische Abteilung unseres Hauses. Hier nutzen wir alle manuellen und techni­schen physio­the­ra­peu­ti­schen Behandlungsmöglichkeiten.

Arthro­sko­pische Opera­tionen bei Verschleiß­erkran­kungen des Kniege­lenkes führen wir selbst und in Zusam­men­arbeit mit unseren Koope­ra­ti­ons­partnern durch.

Unser Ziel: Schnelle Rehabi­li­tation, minimale Narben­bildung und optimale funktio­nelle Ergebnisse.

Was ist eine Arthroskopie?

Bei der Arthro­skopie wird eine kleine Kamera („Arthroskop“) in das Gelenk einge­führt. Über weitere minimal­in­vasive Zugänge können feinste Instru­mente genutzt werden, um Verlet­zungen präzise zu behandeln.

Vorteile:

  • schonendere Opera­ti­ons­technik
  • geringere Gewebe­schä­digung
  • schnellere Heilung
  • gerin­geres Infektionsrisiko
  • kurze Kranken­haus­auf­ent­halte
  • geringere postope­rative Schmerzen

Anwen­dungs­ge­biete

Unsere unfall­chir­ur­gische Abteilung führt arthro­sko­pische Eingriffe insbe­sondere am Kniegelenk durch.

Kniegelenk
  • Menis­kus­ver­let­zungen (Naht oder Teilresektion)
  • Knorpel­glättung, Knorpel­re­kon­struktion (Mikro­frak­tu­rierung)
  • Entfernung von freien Gelenkkörpern
  • Behandlung von Bandverletzungen
  • Arthro­sko­pische Stabi­li­sierung bei Patellaluxation

Diagnostik vor der Operation

Vor einem arthro­sko­pi­schen Eingriff stehen:

  • gründ­liche klinische Untersuchung
  • digitale Röntgen­dia­gnostik
  • MRT zur Darstellung von Knorpel, Bändern und Weichteilen
  • Funkti­ons­analyse des betrof­fenen Gelenkes

Gemeinsam entscheiden wir, ob eine arthro­sko­pische Therapie die beste Option darstellt.

Der Ablauf der Arthroskopie

  1. schonende Anästhesie (meist Regional- oder Allgemeinanästhesie)
  2. kleine Hautschnitte von ca. 0,5 bis 1 cm
  3. gewebe­scho­nende Behandlung mittels Mikroinstrumenten
  4. kurze Opera­ti­onszeit
  5. rasche Mobili­sation und meist ambulante Durchführung

Nachbe­handlung und Rehabilitation

Die Nachbe­handlung richtet sich nach der Art des Eingriffs. Allgemein gilt:

  • frühe, geführte Mobilisation
  • gezielte Physio­the­rapie
  • Schmerz- und Entzündungsmanagement
  • bei Bedarf stabi­li­sie­rende Orthesen
  • regel­mäßige Verlaufskontrollen

Ziel ist die schnelle Wieder­her­stellung von Beweg­lichkeit, Stabi­lität und Belast­barkeit.

Mögliche Risiken

Auch bei minimal­in­va­siven Opera­tionen können selten Kompli­ka­tionen auftreten:

  • Infek­tionen
  • vorüber­ge­hende Schmerzen oder Schwellungen
  • Bewegungs­ein­schrän­kungen
  • Throm­bosen
  • Verlet­zungen kleiner Gefäße oder Nerven

Durch moderne Technik und hohe fachliche Expertise sind Kompli­ka­tionen jedoch sehr selten.

Unser Anspruch

Durch modernste arthro­sko­pische Techniken ermög­lichen wir unseren Patien­tinnen und Patienten:

  • sichere, schonende und effektive Behandlungen
  • kurze Ausfall­zeiten
  • hohe Präzision bei der Therapie
  • beste funktio­nelle Ergebnisse

Unsere unfall­chir­ur­gische Abteilung ist spezia­li­siert auf arthro­sko­pische Opera­tionen des Kniege­lenkes und bietet eine Versorgung nach neuesten wissen­schaft­lichen Standards.

Ärzteteam

Dr. Felix Hübner

Dr. Felix Hübner
Chefarzt
Durchgangsarzt
Facharzt für Chirurgie, Ortho­pädie und Unfallchirurgie
Spezielle Unfallchirurgie
Viszeralchirurgie
Notfallmedizin
Manuelle Therapie
Klinische Akut- und Notfallmedizin

Dr. Petra Meusel

Dr. Petra Meusel
Leitende Oberärztin
Stellv. Durchgangsärztin
Fachärztin für Ortho­pädie und Unfallchirurgie
Spezielle Unfallchirurgie

Fachärztin im MVZ am Elisabeth-Krankenhaus

 

 

 

Dr. Dirk Reedwisch

Dr. Dirk Reedwisch
Oberarzt
Stellv. Durchgangsarzt
Facharzt für Ortho­pädie & Unfallchirurgie
Spezielle Unfallchirurgie
Notfallmedizin
Sportmedizin
Manuelle Therapie
Röntgen­dia­gnostik - Skelett

Facharzt im MVZ am Elisabeth-Krankenhaus

 

 

Koope­rie­rende Praxen

Logo der Orthopädischen Praxisklinik Baunatal Wolfhagen

Standort Baunatal
Stettiner Straße 4
34225 Baunatal

T (05601) 97711
info@ortho-baunatal.de
www.ortho-baunatal.de

Dr. Hans Schafdecker

Dr. Hans-Günter Schafdecker
Facharzt für Orthopädie

Dr. Christian Gröll

Dr. Christian Gröll
Facharzt für Ortho­pädie und Unfallchirurgie

Portrait Dr. Peter Kentsch

Dr. Peter Kentsch
Facharzt für Orthopädie

Logo der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis Dr. med. Bernd Kleinwächter

Standort Melsungen
Obere Stein­gasse 8 - 12
34212 Melsungen
T (05661) 6640

Standort Bad Wildungen
Laustraße 30
34537 Bad Wildungen
T (05621) 960553

Dr. Bernd Kleinwächter

Dr. Bernd Kleinwächter
Facharzt für Orthopädie